Zu Inhalt springen

Creatine

Was ist Creatine?

Creatin ist ein physiologischer Energieträger. Er ermöglicht den Aufbau von fettfreier Muskelsubstanz und einen enormen Kraftzuwachs in nur wenigen Wochen. Die leistungssteigernde Wirkung ist mittlerweile in Studien belegt und wird nicht als Doping gesehen, was vom IOC (Internationalen Olympischen Komitee) bestätigt wurde.
Nicht nur der Muskelzuwachs wird begünstigt, sondern auch die Haut und andere Zellstrukturen.
Deshalb ist die Creatin-Supplementierung allgemeine Praxis bei Spitzen-, Elite- und Amateursportlern.

Einnahmeschema einer Creatinkur:

1.-7. Tag:
Nehmen Sie pro Tag 20 g ein, aufgeteilt auf sechs Einzeldosen a 5 g (= ein gehäufter Teelöffel). Die Einzelportion sollte in 0,5 l Wasser oder Fruchtsaft eingerührt werden. Um eine optimale Creatinresorbtion im Magen-Darm-Trakt zu gewährleisten, ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit bei der Einnahme zu trinken. Unterschreiten Sie deshalb die angegebene Flüssigkeitsmenge
nicht. Die Einzelportionen sollten gleichmäßig über den Tag verteilt werden, wobei es eine Einnahme zu den Mahlzeiten zu vermeiden gilt.

Ab dem 8. Tag: Nehmen Sie täglich 3-5g Creatin Monohydrat (am besten Creapure) durchgängig ein.
TIPP: Man sollte darauf achten, dass während der gesamten Kurzeit sehr viel Wasser getrunken wird (min. 4 Liter bis max. 6 Liter).
Da Creatin dem Körper Wasser aus den Zellen entzieht, muss dieses Defizit ausgeglichen werden.

Leistungssteigerung und Muskelaufbau durch Creatin: Was ist da wirklich dran?

Creatin bzw. Kreatin ist schon lange als Nahrungsergänzungsmittel zur Leistungssteigerung beim Sport und zur Förderung des Muskelaufbaus bekannt. Die organische Säure findet sich in Fleisch und Fisch und wird in der Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin synthetisiert. Da Creatin maßgeblich an der Versorgung der Muskeln mit Energie beteiligt ist, kann man durch eine zu der natürlichen Aufnahme zusätzlichen Supplementierung mit reinem Creatin die Erfolge bei Kraft- und Ausdauertraining steigern. Auch der Muskelerhalt während der Diätphase wird durch die Einnahme von Creatin gefördert.

Wie wirkt Creatin?

Damit Muskeln, Nervenfunktionen und der Stoffwechsel funktionieren, benötigt der Körper Energie, die er aus Adenosin-Tri-Phosphat (ATP) gewinnt. Durch die Abspaltung eines Phosphats wird Energie freigesetzt und das ATP wird zu dem energiereduzierten Adenosin-Di-Phosphat (ADP). Creatin stellt eine Phosphorylgruppe zur Verfügung, durch die das ADP wieder zu ATP wird. Das steigert die Muskelausdauer und ermöglicht härtere Trainingseinheiten. Vor allem im Gewichtheben oder Sprinten ist eine höhere Kurzzeitleistung wünschenswert. Gleichzeitig verringert Creatin Zellschäden und unterstützt im Anschluss an den Sport die Regeneration und den Aufbau der Muskeln. Auch Marathonläufer und Ausdauersportler profitieren deswegen von einer Creatin-Einnahme.

Creatin Anwendung und Nebenwirkungen

Creatin wird klassisch als Creatin Monohydrat in Pulverform eingenommen. Mit einer Dosierung von etwa 5mg pro Tag können bereits nachweisbare Trainingserfolge erzielt werden. Viele Sportler nehmen während einer mehrtägigen Ladephase aber auch 10 - 20mg in mehreren Dosen über den Tag verteilt ein. Für eine optimale Wirkung sollte das Creatin kurz vor oder nach dem Training verzehrt werden.

Ein Abfallprodukt, das bei dem Abbau von Creatin entsteht, ist das sogenannte Creatinin. Lange Zeit wurde spekuliert, dass zu viel Creatin durch die Bildung von Creatinin die Nieren schädigen könnte. Zwar ist ein erhöhter Creatinin-Wert tatsächlich ein Belastungszeichen für die Nieren, jedoch ist dies keineswegs im Zusammenhang mit Creatine bedenklich. Ein erhöhter Creatininwert ist in aller Regel ein Anzeichen, dass der Körper das Creatin "verarbeitet". Die Supplementierung mit Creatin gilt laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) trotzdem als risikofrei.

Andere gesundheitliche Nebenwirkungen, die gegen die Einnahme von Creatin sprechen, sind nicht bekannt. Wenige Menschen klagen allerdings über Verdauungs- oder Magenprobleme, Blähungen und Unverträglichkeiten. Deswegen gibt es auf dem Markt neben Monohydrat-Creatin auch andere Creatin-Supplemente wie das Creatin HCL oder Kre-Alkalyn, die bereits in kleineren Dosierungen ebenso wirksam sind.

Was ist Creatin HCL bzw. Kre-Alkalyn? Haben diese beiden Creatinformen wirklich einen Vorteil gegenüber dem Monohydrat?

HCL steht für Hydrochlorid. Hydrochloride sind Salze, die organische Basen mit Salzsäure bilden. Verbindungen mit diesen Salzen besitzen eine höhere Wasserlöslichkeit und Bioverfügbarkeit – das heißt, der Körper kann sie schneller und effizienter resorbieren. Dadurch genügt eine kleinere Menge HCL-Creatin (etwa 1.25 - 2.5mg), um dieselben Leistungserfolge wie 5mg Monohydrat-Creatin zu erreichen. Das Risiko von Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen oder Übelkeit wird durch die geringere Einnahmemenge reduziert. Creatin HCL gibt es sowohl in Pulver- als auch in Kapselform, man bezahlt aber etwas mehr als für Monohydrat-Creatin.

Neben HCL-Creatin gibt es Kre-Alkalyn (kurz für Kreatin Alkalyn). Bei diesem Präparat, das fast ausschließlich als Kapsel eingenommen wird, wird das Creatin durch Natrium gepuffert. Auch das verhindert die Einlagerung von Wasser.

Neben HCL-Creatin gibt es Kre-Alkalyn (kurz für Kreatin Alkalyn). Bei diesem Präparat, das fast ausschließlich als Kapsel eingenommen wird, wird das Creatin durch Natrium gepuffert. Neben HCL-Creatin gibt es Kre-Alkalyn (kurz für Kreatin Alkalyn). Bei diesem Präparat, das fast ausschließlich als Kapsel eingenommen wird, wird das Creatin durch Natrium gepuffert.

Ist Creatin in der Diät sinnvoll?

Während einer Diät gilt es, möglichst viel Fett und gleichzeitig möglichst wenig Muskelmasse zu verlieren. Eine Ernährungsumstellung sollte deswegen immer von Sport und regelmäßiger Bewegung begleitet werden. Sonst verliert man Muskeltonus und der allgemeine Energieumsatz sinkt – denn Muskeln verbrauchen im Körper die meiste Energie.

Viele Menschen reduzieren oder verzichten sogar ganz auf Kohlenhydrate während ihrer Diät. Zusammen mit einem Kaloriendefizit fühlt man sich schnell schlaff und abgeschwächt und die Leistung beim Training sinkt. Creatin in der Diät kann diesem Leistungsabfall entgegenwirken und härtere Trainingseinheiten ermöglichen. Die Einnahme von Creatin macht also auch, wenn nicht der Muskelaufbau sondern der Muskelerhalt im Vordergrund steht, durchaus Sinn. Während einer Diät sollte man auf jeden Fall Creatin HCL oder Kre-Alkalyn wählen, um Sprünge auf der Waage durch Wassereinlagerungen zu vermeiden.

Wer regelmäßig Sport treibt, seine Trainingsergebnisse verbessern, oder Muskeln aufbauen möchte, liegt mit Creatin genau richtig. Mit der organischen Säure ist sowohl eine kurzzeitige Leistungssteigerung im Krafttraining, als auch eine schnellere Regeneration beispielsweise im Ausdauersport, möglich. Während einer Diät wirkt Creatin dem Leistungsabfall durch das für eine Diät typische Kohlenhydrat- und Kaloriendefizit entgegen und stellt den Muskelerhalt sicher.

Schlussfolgerung zur sinnvollen Einnahme von Creatine

Am häufigsten wird Creatin als Creatin Monohydrat in Pulverform eingenommen. Ca. 5mg pro Tag genügen, um eine messbare Kraftsteigerung zu erzielen. Obwohl die Creatin-Einnahme als ungefährlich gilt, treten bei manchen Menschen schon bei dieser Dosierung Magenprobleme oder Wassereinlagerungen auf. Die Präparate HCL-Creatin oder Kre-Alkalyn sind zwar etwas teurer als Creatin Monohydrat, dafür reichen bereits halb so große Mengen (ca. 1.25 - 2.5mg als Kapsel oder Pulver), um vergleichbare Trainingserfolge zu erreichen.

Vorheriger Artikel Theobromin

Blog posts

  • Juli 14, 2026 Lukas Gromzik

    Zeaxanthin

    Unsere Augen leisten im digitalen Zeitalter Schwerstarbeit. Von der ersten E-Mail am Morgen bis zum abendlichen Streaming-Marathon sind sie ständig künstlichem Licht und hoher Beanspruchung ausgesetzt. Doch wussten Sie, dass Ihr Körper über ein internes Schutzsystem verfügt, das wie eine „biologische Sonnenbrille“ fungiert? Hier kommt Zeaxanthin ins Spiel. Dieser essenzielle Nährstoff ist weit mehr als nur ein Farbstoff in Gemüse; er ist ein zentraler Baustein für den Erhalt Ihrer Sehkraft. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Zeaxanthin für Ihre langfristige Augengesundheit unverzichtbar ist und wie Sie diesen Nährstoff als persönliches „Gesundheits-Benefit“ in Ihren Alltag integrieren – ähnlich umsichtig, wie Sie mit Ihrer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge für die Zukunft planen.

    Jetzt lesen
  • Juli 13, 2026 Lukas Gromzik

    Selen

    Ist unsere Gesundheit bloß ein Zufall oder das Ergebnis präziser biologischer Kausalität? Wer den menschlichen Organismus betrachtet, erkennt schnell: Vitalität ist kein glücklicher Umstand, sondern das Resultat spezifischer Voraussetzungen. Selen spielt in diesem hochkomplexen Gefüge eine Schlüsselrolle. Oft wird es in einem Atemzug mit anderen Spurenelementen genannt, doch seine Wirkung ist weit mehr als eine bloße Empfehlung – sie ist eine biologische Notwendigkeit. In diesem Artikel ergründen wir, warum Selen weit mehr ist als nur ein Supplement und wie es das Fundament unserer physiologischen Architektur bildet.

    Jetzt lesen
  • Juli 3, 2026 Lukas Gromzik

    GHK-Cu

    In der modernen dermatologischen Forschung und der regenerativen Medizin nimmt das Kupferpeptid GHK-Cu eine Sonderstellung ein. Entdeckt von Dr. Loren Pickart in den 1970er Jahren, hat sich dieses Tripeptid von einem Nischenmolekül zu einem Goldstandard in der Hautpflege entwickelt. Doch was macht diesen Komplex so besonders? GHK-Cu ist kein bloßer kosmetischer Wirkstoff, sondern ein hochaktives, biochemisches Signalmolekül. Man kann sich die Wirkung von GHK-Cu wie ein komplexes Software-Update für die zelluläre Struktur der Haut vorstellen: Wie ein biologisches Anwendungsprogramm zur Reaktivierung alternder Zellen kommuniziert es präzise mit den Fibroblasten und steuert deren Regenerationsprozesse. Dieser Artikel beleuchtet die wissenschaftlichen Hintergründe, die therapeutische Anwendung und die Frage, warum GHK-Cu in der heutigen Gesundheits- und Ästhetik-Community als unverzichtbar gilt.

    Jetzt lesen
Powered by Omni Themes